Wir gehen in die Sommerpause
Wir gehen in die Sommerpause – und warum es so wichtig ist, sich um sich selbst zu kümmern
Der Sommer ist da, die Sonne scheint, die Tage werden länger – und wir sagen: Wir gehen in die Sommerpause.
Aber warum überhaupt? Warum sollte man sich eine Pause gönnen, wenn es doch so viel zu tun gibt? Warum ist es wichtig, auf sich selbst zu achten? Genau darum soll es in diesem Artikel gehen.
1. Sommerpause: Was bedeutet das eigentlich?
Für viele klingt „Sommerpause“ nach Schulferien, Urlaub oder Betriebsferien. Aber es ist mehr als nur ein organisatorischer Kalendertermin. Es ist ein bewusstes Innehalten. Ein Signal: Jetzt ist Zeit zum Durchatmen.
Wir als Team haben entschieden, dass wir für eine Weile den gewohnten Betrieb herunterfahren. Keine neuen Projekte starten, keine großen Kampagnen planen, kein hektisches Multitasking. Stattdessen: Ruhe, Reflexion und Erholung.
Das bedeutet nicht, dass wir die Hände komplett in den Schoß legen – aber wir reduzieren das Tempo bewusst. Manche werden Urlaub machen. Andere werden zuhause die Füße hochlegen. Wieder andere nutzen die Zeit, um sich mit Freunden und Familie zu treffen, zu lesen, Sport zu treiben oder einfach mal nichts zu tun.
Und das ist gut so. Denn gerade in einer Zeit, in der Leistung und Produktivität oft als höchste Tugenden gelten, vergessen wir leicht: Ohne Pausen brennen wir aus.
2. Die Kunst der Pause
Wir leben in einer Welt, in der „Pause“ oft mit Faulheit verwechselt wird. Wer rastet, der rostet – so sagt man. Aber das ist ein Missverständnis.
Pausen sind keine Schwäche. Sie sind eine Notwendigkeit. Biologisch, psychologisch und sozial.
Biologisch brauchen wir Pausen, damit Körper und Gehirn sich regenerieren können. Stresshormone sinken ab, das Immunsystem kann sich erholen.
Psychologisch helfen Pausen, Abstand zu gewinnen, neue Perspektiven zu entwickeln, Kreativität zu fördern.
Sozial ermöglichen Pausen, Beziehungen zu pflegen und sich wieder als Mensch und nicht nur als „Mitarbeiter“, „Chef“ oder „Dienstleister“ zu begegnen.
Die Sommerpause ist eine Form von kollektiver Pause. Ein gemeinsames Zeichen: „Wir dürfen mal runterkommen.“
3. Warum wir uns um uns selbst kümmern müssen
Die Entscheidung für eine Sommerpause ist auch ein Bekenntnis zur Selbstfürsorge. Und Selbstfürsorge ist kein Luxus. Sie ist eine Voraussetzung für nachhaltigen Erfolg und Gesundheit.
Viele von uns sind gut darin, für andere zu sorgen: Für Kund*innen, für Kolleg*innen, für Familie, für Freund*innen. Aber wie steht es um die Fürsorge für uns selbst?
Sich um sich selbst zu kümmern bedeutet:
- Die eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen.
- Auf Warnsignale wie Erschöpfung oder Gereiztheit zu hören.
- Nicht immer nur zu funktionieren.
- Sich Pausen zu erlauben, ohne Schuldgefühle.
Es ist wie im Flugzeug: „Setzen Sie zuerst Ihre eigene Sauerstoffmaske auf, bevor Sie anderen helfen.“ Nur wer selbst genug Luft bekommt, kann auch für andere da sein.
4. Der Preis der Rastlosigkeit
Vielleicht fragst du dich: „Aber wir können es uns doch gar nicht leisten, Pause zu machen!“
Die Gegenfrage lautet: Können wir es uns leisten, keine Pause zu machen?
Chronischer Stress ist kein Abzeichen für Fleiß. Er ist ein Risikofaktor. Für:
- Burnout
- Depressionen und Angststörungen
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Konzentrationsprobleme
- Fehler in der Arbeit
- Konflikte mit anderen
Viele Unternehmen haben das inzwischen verstanden. Sie investieren in Gesundheitsprogramme, flexible Arbeitszeiten, Homeoffice. Weil klar ist: Wer dauerhaft überlastet ist, wird krank – und fällt am Ende länger aus.
Die Sommerpause ist daher nicht nur ein freundlicher Bonus, sondern eine präventive Maßnahme. Eine Investition in die Gesundheit und Zukunft.
5. Kreativität entsteht in der Pause
Pausen sind nicht nur Erholung – sie sind auch Quelle für neue Ideen.
Die besten Einfälle kommen selten am Schreibtisch, während wir krampfhaft nach Lösungen suchen. Sondern:
- Beim Spaziergang im Wald.
- Beim Sonnenbaden im Park.
- Beim Kaffeetrinken mit Freund*innen.
- Beim Nichtstun.
Das Gehirn braucht Leerlauf. Wenn wir „nichts“ tun, verarbeitet es Erlebtes, stellt neue Verbindungen her. Deshalb sind Pausen keine verlorene Zeit, sondern eine kreative Ressource.
Die Sommerpause ist für uns auch eine Einladung, genau diese Räume entstehen zu lassen. Nicht jeden Tag verplanen. Auch mal Langeweile zulassen. Und sehen, was daraus entsteht.
6. Gemeinschaft und Balance
Pausen sind nicht nur eine individuelle Frage. Sie haben auch eine soziale Dimension.
Wenn wir als Team sagen: „Wir machen Sommerpause“, schaffen wir gleiche Bedingungen für alle. Niemand muss sich schlecht fühlen, weil er oder sie „nichts macht“. Niemand wird unter Druck gesetzt, doch zu arbeiten, während andere frei haben.
Das stärkt das Wir-Gefühl und sorgt für Fairness.
Außerdem ist es ein Zeichen nach außen: Wir nehmen uns ernst. Wir respektieren unsere Grenzen. Und wir hoffen, dass auch unsere Kund*innen und Partner das respektieren – oder vielleicht sogar selbst inspiriert werden, es uns gleichzutun.
7. Was bedeutet Selbstfürsorge konkret?
Vielleicht fragst du dich: Wie sieht das eigentlich aus – „sich um sich selbst kümmern“?
Hier sind ein paar Beispiele:
- Ruhezeiten einplanen – und sie nicht streichen, wenn es „eng wird“.
- Schlafen – genug und regelmäßig.
- Ernährung – sich bewusst Zeit nehmen für Mahlzeiten.
- Bewegung – nicht als Pflicht, sondern als Geschenk an den Körper.
- Natur – rausgehen, frische Luft tanken.
- Freundschaften pflegen – zuhören, lachen, gemeinsam Zeit verbringen.
- Abschalten – auch mal offline sein.
- Nein sagen lernen – Grenzen setzen.
- Hobbys und Interessen – nicht alles dem Job opfern.
- Achtsamkeit – wahrnehmen, wie es einem wirklich geht.
Selbstfürsorge ist sehr individuell. Für manche ist es Sport, für andere Lesen, Meditation oder einfach Ausschlafen. Entscheidend ist: Wir tun es bewusst und mit Wertschätzung.
8. Ein Statement: Pausen sind produktiv
Manche werden sagen: „Aber wir verlieren Zeit! Wir könnten doch so viel schaffen in den Wochen!“
Ja, vielleicht könnten wir in dieser Zeit mehr Aufgaben erledigen. Aber zu welchem Preis?
Die Forschung zeigt immer wieder: Wer regelmäßig Pausen macht, arbeitet langfristig produktiver, kreativer und gesünder. Pausen verhindern Fehler. Sie fördern Innovation. Sie steigern die Motivation.
Die Sommerpause ist also nicht das Gegenteil von Produktivität – sie ist ihre Grundlage.
9. Unser Wunsch an euch
Wir machen Sommerpause – und wir möchten dich ermutigen, das auch zu tun.
Egal ob du selbstständig bist, angestellt, Student*in, Arbeit suchend oder in Elternzeit: Überlege dir, wo und wie du dir eine Pause gönnen kannst. Vielleicht sind es ein paar Tage Urlaub. Vielleicht ein freies Wochenende ohne Handy. Vielleicht eine Stunde am Tag, die nur dir gehört.
Erlaube dir selbst, wichtig zu sein. Ohne schlechtes Gewissen. Ohne Rechtfertigung.
10. Unser Plan für die Zeit danach
Natürlich heißt Sommerpause nicht Stillstand für immer. Im Gegenteil: Wir nutzen die Zeit, um Energie zu sammeln, Ideen reifen zu lassen, uns neu auszurichten.
Nach der Pause kommen wir wieder – mit frischem Kopf, klareren Zielen und mehr Motivation.
Denn Pausen sind kein Ende. Sie sind ein Anfang.
Fazit
Wir gehen in die Sommerpause – weil wir glauben, dass Menschen keine Maschinen sind. Weil wir wissen, dass wir nicht dauerhaft auf Hochleistung laufen können. Weil wir Verantwortung für uns selbst und unser Team übernehmen.
Und weil wir glauben, dass es das Wertvollste ist, was wir tun können: gut für uns zu sorgen.
Wir freuen uns darauf, danach wieder für euch da zu sein – erholt, inspiriert und mit neuen Ideen.
In diesem Sinne: Einen schönen Sommer euch allen. Passt gut auf euch auf!
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